Der Abflußkanal vom Lago di Mergozzo, ein träger Wasserlauf, an dessen Ufern man, abgesehen von Schilfrohr auch Rohrkolben und weiße Seerosen bewundern kann. An seiner Mündung gibt es eine endemische Vielfalt von Wassernüssen: die Trapa natans verbanensis, die im Sommer weitläufig die Oberfläche des Gewässers bedecken.
Der Blaue Pfadweg durchquert einen Mischwald, deren dominierende Baumart die Kastanie ist, die sowohl in hochstämmiger Form, als auch als Schlagholz auftritt. Im Unterholz findet man die typischen Arten vor, die in acidophilen Wäldern wachsen, wie Pfeifengras und Hasenbrot, aber auch zahlreiche Farnkrautarten: Waldfarn, Rippenfarn, Wurmfarn und Frauenfarn, zerbrechlicher Blasenfarn, Adlerfarn, kleiner Dornfarn.
Entlang der Bächlein, die von Mont’Orfano zum Lago di Mergozzo hinunterführen, kann man Büsche von Königsrispenfarn bewundern, eine Pflanzenart, die noch aus der Tertiärzeit übriggeblieben ist und deren Name sie eben diesem wuchernden Aussehen verdankt. Die als Einfriedung der antiken Terrassierungen dienenden Steinmauern, sind stattdessen mit Haarmilzfarn, nordländischem Milzfarn, Frauenhaarfarn und Engelsüß bewachsen.
Bei dem Dorf Mont’Orfano handelt es sich um eine ganz bezaubernde kleine Ortschaft, sehr charakteristisch aufgrund der alten, noch mit Steinen errichtete Häuser, getrennt durch gepflasterte Gäßlein, der sehr antiken romanischen Kirche von San Giovanni, in der man ein frühchristliches Taufbecken bewundern kann und der ehemaligen protestantischen Kirche, die heute als Niederlassung für Umwelterziehung dient.