![]() ![]() ![]() Naturschutzgebietes FondotoceDie Menschen
Die ersten sicheren Zeugnisse der Anwesenheit des Menschen an der Mündung des Flusses Toce verdanken wir den alten Völkern der Ligurer-Lepontier, die sich in der vorrömischen Zeit am Rand der Bucht des Lago Maggiore niederließen, wo die "quasi Insel" des Berges Mont'Orfano die Landschaft beherrschte. Die Auffindung von Kais und Hafenstrukturen aus der römischen Zeit in der Stadt Gravellona Toce, die heute einige Kilometer vom See entfernt liegt, beweist, dass sich der Lago Maggiore ursprünglich bis dorthin erstreckte. Die Auffindung von Nekropolen (aus der Zeit zwischen dem 5. Jh. v.Chr. und dem 5. Jh. n.Chr.) zeigt eine Kontinuität der Siedlungen auf der ganzen vorrömischen Strecke, die später zum Simplonweg wurde. In den folgenden Jahrhunderten spielte der Fluss Toce eine wichtige Rolle als Wasserstraße; die Endstation befand sich vermutlich in der Nähe von S. Maurizio, Vorort von Gravellona. In Mergozzo, wo sich eine "susta" befand (Zone für das Warendepot und den Aufenthalt der Händler), verbanden sich die Wege aus Genua (Lomello-Gozzano Straße) und aus Mailand (Varese-Straße). Die Fischerei stellte bis zum 16. Jh. die wichtigste Unterhaltsquelle der Einwohner der Gegend dar, ergänzt von Transports- und Überführungsaktivitäten. Ab dem 16. Jh. verlor die Toce-Ebene nach und nach ihre Gestalt von häufig überflutetem Sumpfboden, und der Mensch begann die Talsohlenböden zu besiedeln. Stabile Wiesen, geschützt von Hecken und Reihen, charakterisierten seither die Agrarlandschaft. Die in der Vergangenheit besonders entwickelten Landwirtschaftsaktivitäten waren die Getreide- (Weizen, Roggen, Mais) und die Wiesenkultur. Heute wird vor allem die Blumenzucht betrieben, die sich auf Moorbeetpflanzen wie Azaleen und Rhododendren spezialisiert hat. Zu finden sind außerdem Obstbäume und Baumzuchtanlagen für die Holzproduktion. In näheren Zeiten erfuhr das Gebiet dieser Ebene eine intensive Bauaktivität, besonders wegen Industrieanlagen. Wiebke Werwer Operativer Sitz:Via Canale 48, Fondotoce (Verbania)
| |||||||||